Ausleitungsverfahren

Welchen Stellenwert haben die Ausleitungsverfahren in der Naturheilkunde?

In der Naturheilkunde spielen die ausleitenden Verfahren von altersher eine ganz wichtige Rolle. Schon bei Hippokrates, dem vor Christi Geburt in Griechenland lebenden Begründer einer wissenschaftlich geprägten Medizin war die Ausleitung ein Thema. Er entwickelte eine Säftelehre, Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle, waren nach seiner Vorstellung die herrschenden Säfte in unserem Körper, die in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen müssen. Ein Ungleichverhältnis führe zu üblen Säften, die eliminiert, also ausgeleitet werden müssen.

Warum soll ausgeleitet werden?

Das war zu einer Zeit, als der Stoffwechsel, also das System, mit dem der Körper alle Stoffe, die er aufnimmt, chemisch verarbeitet, nutzt und die Stoffwechselendprodukte wieder ausscheidet, noch völlig unbekannt war, schon sehr weit gedacht und ist in den Kernüberlegungen heute noch richtig. Der Naturheilkundler spricht auch gerne noch von Giften und Schlackenstoffen, die ausgeleitet werden sollen. Dass dies für den Schulmediziner Stoffwechselendprodukte sind, zum Beispiel so genannte harnpflichtige Stoffe, ist eigentlich nur eine Definitionssache. Ausleitung ist aber viel mehr, wenn man es von der wissenschaftlichen Warte betrachtet.

Wie sollen die Ausleitungsverfahren wirken?

Es ist zugleich auch eine Reiztherapie, die zunächst nach naturheilkundlichen Vorstellungen unspezifisch die körpereigene Abwehr anregen soll. Welche zum Teil noch nicht einmal erforschten Wirkungen die körpereigene Abwehr auf den Organismus insgesamt hat, zeigt die Immunologie, Lehre von der körpereigenen Abwehr, die wohl am schnellsten sich entwickelnde medizinische Disziplin. Auf bestimmte Ausleitungsverfahren wie Aderlass oder das Schröpfen gehe ich in einem anderen Kapitel näher ein, genauso wie auf die Eigenbluttherapie, die in die körpereigene Abwehr eingreift.

Obwohl die Ausleitungsverfahren zu den klassischen Methoden der Naturheilkunde gehören, werden sie von der Schulmedizin nicht anerkannt. Das liegt auch an dem unterschiedlichen Verständnis der Krankheitsentwicklung.

Wenn Sie mehr wissen wollen, fragen Sie mich bitte.

Eigenblutbehandlung
Schröpfkopf-Behandlung
Blutegel-Behandlung